Fensterbau Martin Grötsch (#86)
Shownotes
Martin Grötsch spricht offen wie selten zuvor – über die größten Herausforderungen seines Lebens, privat wie beruflich. Über den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Chef. Über Druck, Verantwortung und darüber, wie schwer es manchmal ist, Entscheidungen zu treffen. Mit großem Respekt spricht Martin über die Zusammenarbeit mit seinem Geschäftspartner Marian Strauch und über sein wohl größtes Glück: seinen Sohn Niclas, der bereits mit 22 Jahren Verantwortung im Unternehmen übernommen hat. Martin Grötsch ist für mich ein Mensch, der gleichzeitig chaotisch und genial sein kann. Ein echter Macher. Einer, der sein Wort hält. Auf den man sich verlassen kann. Und einer, der Herausforderungen wie Digitalisierung und Robotik nicht als Bedrohung, sondern als große Chance für die Zukunft sieht. Und nun rein ins Gespräch zum Geraer Stadtgeflüster…
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00:00:00: Heute im Gera-Stadtgeflüster der Meister des Glases, der Firma Krötsch Fensterbau Martin Krösch.
00:00:15: Ich sage mal, ohne meinen eigenen finanziellen Background und ohne diese Firma im Hintergrund.
00:00:35: Ich weiß nicht wie das jemand macht, der das alles nicht hat.
00:00:39: Der nimmt sich den Strecken und hängt sich auf!
00:00:40: Also das war für mich schon eine sehr schwere Zeit.
00:00:43: Hundertzechsundzwanzig
00:00:52: Jahre Unternehmertum, hundertzechsten zwanzig jahre Verantwortung, hunderzechstechsendzwanzige Jahre Fensterbau.
00:00:58: Gerötschausgera.
00:01:00: im neuen Podcast bricht Martin Grölsch offen wie selten zuvor über die größte Herausforderung seines Lebens privat wie beruflich über den Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Chefübertruck, Verantwortung und darüber wie schwer es manchmal ist Entscheidung zutreffen.
00:01:17: Mit großen Respekt spricht Martin über die Zusammenarbeit mit seinem Geschäftspartner Marian Strauch und über sein wohl größtes Glück seinen Sohn Niklas, der bereits mit zwanzig Jahren Verantwortung im Unternehmen übernommen hat.
00:01:40: auf den man sich verlassen kann und einer der Herausforderungen wie Digitalisierung und Robotik nicht als Bedrohung, sondern als große Chance für die Zukunft sieht.
00:01:50: Dieser Podcast gibt spannende Einblicke hinter die Fassade eines traditionsreichen Unternehmens aus Gera dass ich immer wieder neu erfindet.
00:01:59: also hört rein in das große Fensterbau.
00:02:02: Grötch Update!
00:02:03: Auf geht's!
00:02:05: Lieber Martin schön, dass du hier im Gera-Stadt gefühlt so zu Gast bist.
00:02:09: Vielen Dank, lieber Mike.
00:02:10: Ich freue mich sehr über die Einladung.
00:02:13: Sehr
00:02:15: spontan vom Sonntag
00:02:17: zu Mittwoch.
00:02:18: Ja,
00:02:19: ganz spontan war es nicht, Martin?
00:02:20: Weil wir haben ja schon mal...
00:02:21: Stimmt, du wolltest mich vor zwei Jahren schon mal.
00:02:24: Aber ging's irgendwie nicht zeitig.
00:02:25: oder hat das da eines dieser vielen Unfälle, die Du hast?
00:02:28: Nein!
00:02:29: Was war das?
00:02:29: Da ist mein Leben komplett explodiert mit Privatabbau-Stellen, Mit Firmenneubau und Unfall in Italien.
00:02:36: Vollkommst des Kauers und kein Nerv für was ich mache.
00:02:39: Deswegen
00:02:39: habe ich gesagt, es wird ein spannender Podcast weil wir reden über all die Dinge.
00:02:43: aber bevor wir da in die einzelnen Punkte einsteigen lieber Martin jetzt sag mir mal wenn dich jemand privat beschreiben würde?
00:02:52: Was glaubst du würde der über dich sagen?
00:02:54: Extremist und Kaut würde mich glaube ich am besten beschreiben.
00:02:59: Und das als Unternehmer?
00:03:01: Ja Vollgas die letzten Jahre seitdem ich Unternehmer bin wirklich Vollgas immer auf der Rasier klingeln, ja und auch privat.
00:03:10: Ich war schon immer, gab jede Woche was Neues.
00:03:16: Hast du... Wir müssen noch ein bisschen mal ganz kurz ausholen.
00:03:20: Sag mal ganz schnell, was für einen Betrieb du führst bzw wie viele Mitarbeiter beschäftigst du?
00:03:27: Und wie alt ist vor allen Dingen der Betrieb?
00:03:29: Weil ich glaube es ist sehr spannend!
00:03:30: Also,
00:03:31: ich habe den Betrieb in der fünften Generation geleitet.
00:03:35: Der Betrieb wurde in nineteenhundert Klatt gegründet von meinem Ur-Uhrgroßvorder Paul Krötsch.
00:03:43: Danach hat es sein Sohn Otto Krötzsch übernommen dem Betrieb.
00:03:50: Zwischendurch hat sich die Familie Krütsch aber aufgespalten in mehrere Glasereien.
00:03:55: unsere war schon immer noch unterm Haus ansässig.
00:03:58: Von dem Otto-Krötsch hat es dann meinen Opa Gerhard Krötsche übernommen.
00:04:03: Zwischendurch waren natürlich zwei Kriege, die die Familie hochzurissen und durcheinander gewirbelt.
00:04:11: Mein Opa hatte seine Werkstatt auf dem Platz der Republik und mein Bruder hatte in Untermaus die Werkstatte, das war der Siegfried Kröksch.
00:04:20: Es waren zwei eigene Klasereien.
00:04:23: Der Siegfred hat das alleine gemacht.
00:04:24: Mein Oba hatte zwei Angestellte dann einmal seinen langjährigen Gefährden und mein Vater hat bei ihm Unternehmung gearbeitet.
00:04:35: Ja, und dann hat mein Vater auch Meisterschule gemacht.
00:04:38: die Daten habe ich heute fotografiert, die hab' ich alle nicht im Kopf.
00:04:41: aber wen das interessiert Das kann man alles nachvollziehen.
00:04:45: Die Meisterbriefe stehen alle bei uns an der Firmenausstellung.
00:04:48: ja und Ich habe dann meinen Meister in den Jahr zwei tausend drei gemacht.
00:04:55: Hast du Glaser gelernt?
00:04:58: Ich habe direkt bei meinem Vater eine Ausbildung gemacht.
00:05:01: Glaser- und Fensterbauer, nennt sich die Ausbildung oder Glaserfachrichtung Fensterbau so rum.
00:05:07: also ja ich war auch mit Glas schon immer interessiert.
00:05:11: deswegen ist für mich Glas ein Riesenthema und Fenstern sowieso Ja.
00:05:14: und wo ich die Meisterschule dann abgeschlossen hab ... Wir hatten damals nach der Wende einen westlichen GmbH-Partner bei uns in der Firma, weil mein Vater in dieser Größenordnung damals kein Kredit gekriegt hat.
00:05:28: Nach der Wendau ohne einen westlischen Partner.
00:05:31: und meine Bedingung war wenn ich in die Firma mit einsteige muss der westliche Partner weg.
00:05:37: Die Firma ist auch mittlerweile pleite.
00:05:38: Die waren fünfmal so groß wie wir jetzt sind und die gibt es nicht mehr.
00:05:43: Ja, und somit haben wir den Gesellschafter dann quasi rausgekauft.
00:05:48: Ich habe die fünfzig Prozent Anteil übernommen.
00:05:50: Vom Vater damals?
00:05:51: Nein,
00:05:52: von dem westlichen Partner.
00:05:52: Ach so!
00:05:53: Von dem westlichem Partner.
00:05:54: Da logisch.
00:05:55: Und wann hast du dann komplett endgültig alles übernehmen?
00:05:58: Hab ich gar nicht.
00:05:59: Ich war noch nie einzeln selbstständig.
00:06:01: Es war schon immer eine GmbH.
00:06:04: Wo mein Vater diese schwere Blutkrebsdiagnose bekommen hat... Und aus der Firma eigentlich gesundheitlich auch ausscheiden musste, war Gott sei Dank mein jetzt mittlerweile langjähriger Partner Marian Strauch am Start und hat von meinem Vater die Geschäftszentelle übernommen.
00:06:23: Das heißt, Marian Strauchs hat Fünfzig Prozent und du Fünfzich Prozent?
00:06:26: Ich
00:06:27: jetzt Nullprozent, jetzt hat Niklas Fünfzehn Prozent... Warte, warte,
00:06:29: da kommen ja Niklas Dein Sohn, da komme ich noch dazu.
00:06:32: aber fünfzig-fünfzig, da habe ich immer so meine Probleme.
00:06:36: Nee das war ...
00:06:38: Also warte ganz kurz, ich muss dir mal damit du verstehst was meine Probleme sind.
00:06:41: Weil fünfzigfünfzig links und rechts und wenn einer sagt es geht nach rechts oder andere sagt das geht nach links dann gibt es niemanden der dann sagt nee jetzt gehen wir gerade aus oder gehen wir dahin hat sich dass irgendwie.
00:06:56: also ich erkenne das immer.
00:06:57: viele Jahre wenn ich Unternehmer begleitet habe die haben so Fünfzig-Fünfzig gab es irgendwann immer mal diese Probleme und man hat sich dann getrennt
00:07:04: bei uns.
00:07:05: kurz Dank nie!
00:07:06: Wie habt
00:07:06: ihr das hingekriegt?
00:07:07: Immer durch enge Abstimmung und wir hatten eigentlich klare Aufgaben im Unternehmen.
00:07:11: Ich habe mich mehr oder weniger um die technische Ausstattung und die Strategie gekümmert, natürlich auch meine eigene Kundschaft mit reingebracht und bearbeitet.
00:07:23: aber gerade so das Thema Mitarbeiterführung war jetzt nicht so mein super Pluspunkt weil ich da zehn tausendmal mehr explodiert bin teilweise.
00:07:35: Und deswegen haben wir irgendwann gesagt, du machst das und kümmerst dich um die Großprojekte.
00:07:40: Weil das war auch nicht mein Ding!
00:07:42: Ich mach lieber diese Individualgeschichten... ...und der Mayan, der wickelt da teilweise Größenordnungen ab,... ...die wirklich sensationell
00:07:52: sind.".
00:07:55: Was macht ihr heute konkret?
00:07:56: Also was baut Ihr heute
00:07:58: konkret?!
00:07:58: Ich war ja mal bei Euch in der Werkstatt, da war ich ja total überrascht.
00:08:01: Es ist ja nicht nur einfach, dass sie jetzt anrufen.
00:08:03: Mein Fenster ist kaputt und kommt mal bitte vorbei.
00:08:05: Wechselt man die Glasscheibe aus?
00:08:07: Nein!
00:08:07: Wir haben ... wir haben ... ... zwei in neunzig Jahren mit der Kunststofffertigung angefangen.
00:08:12: Kunststoff-Fensterfertigung.
00:08:14: aber damals würde ich mal sagen... Mittelalterliche Kunststofffertigungen mit Einzelarbeitsplätzen und Zollstockmessen und Strichmachen und Bohren und da nochmal ein Strich machen und Schraubesetzen.
00:08:24: Und ja irgendwann gab es dann dieses.
00:08:29: Also wie gesagt, wir waren in den Neunundachtzig auf dem Platz der Republik.
00:08:34: Der Mitvertrag wurde nach der Wende sofort gekündigt wegen Eigenbedarf und so standen meine Eltern vor einem absoluten Trümmerhaufen, kein passendes Objekt, keine Werkstatt mehr, unter die Jahre alte Maschinen teilweise selbst gebastelt...
00:08:48: Wo war das?
00:08:49: In der Straßenrepublik?
00:08:50: Das
00:08:51: war direkt von hier aus vor gerade Richtung Akaden, linker Hand Hatten wir so einen Erdgeschoss, eine Hinterhofwerkstatt.
00:09:02: Aha!
00:09:02: Wie viele Leute hatte dein Vater gehabt damals?
00:09:04: Oder war die Familie nur allein in der Nacht?
00:09:08: Da hat mein Vater einen gesälen und meine Mutter hat das eigentlich mehr oder weniger lebendig gemacht.
00:09:14: Im Buchhaltung, im Buchhaltungen gemacht.
00:09:16: Die hat es eigentlich abends zu Hause gemacht, die war früher noch im Steuerbohrer angestellt.
00:09:20: Und wie seid ihr da jetzt nach unterm Haus gekommen?
00:09:22: Da gab es eine göttliche Fügung von meinem Bruder, ein Freund hatte eine alte Omie und die wollte ihr Haus in unserem Haus loswerden.
00:09:29: War natürlich nach forty-fünf Jahren Sozialismus eine absolut abgerockte Bude.
00:09:34: Und ja...und somit wurde das zum Kauf angeboten.
00:09:39: Wir konnten das erwerben und natürlich mussten wir das Ding von Grund auf auseinanderflücken und für unsere.
00:09:46: Es war schon immer ein Handwerkerhaus also es waren schon immer einen Handwerkersbetrieb aber mit einem offenen Hof Und im Prinzip war das damals für meine Eltern der erste Rieseninvestitionen, die getätigt werden musste.
00:09:56: Deswegen auch der westliche Partner.
00:09:59: Klar!
00:09:59: Weil das nicht... Ja, was warst du da zu dieser Zeit?
00:10:02: Ich bin dreiundneinzig aus der Schule raus.
00:10:05: Zwei neunzehn ... also ich war in der neunten Klasse oder in der zehnten Klasse anfangt.
00:10:09: Zehnte Klasse.
00:10:09: Okay
00:10:10: und machen wir mal jetzt den Sprung wieder in die heutige Zeit.
00:10:15: Also jetzt produziert ihr was?
00:10:17: Wir produzieren hochwertige Kunststofffenster.
00:10:20: Das Systemgeber ist Körmeling, deswegen erscheint auch manchmal in meinen Post diese Körmerlinge übernehme ich manchmal einfach weil das es unsere Systemgebe der die Kunststoffprofile quasi zieht und herstellt.
00:10:34: und auf dieses System bringen wir dann unser eigenes handwerkliches Geschick und machen da draußen vernünftiges Fenster.
00:10:41: also man kann aus dem Körmeling Profil kommen.
00:10:43: einen Schrottfenster bauen Hängt immer von allen, das ist wie beim guten Gericht.
00:10:49: Die Zutaten bestimmt war am Ende des Produktes.
00:10:51: Was ist denn der Unterschied zwischen Vero?
00:10:53: Also die man ja auch gut kennt, Entriptis und euch?
00:10:56: Vero ist jetzt auch umgestiegen auf Profihein, auf Körmeling-Profile.
00:11:01: also die haben jahrelang ihr eigenes System.
00:11:02: mittlerweile verarbeiten die auch Körmorlingen.
00:11:05: aber so wie ich das mitgekriegt habe verarbeitet den Triptis überhaupt gar nicht mehr viel weil mir es zu angekommen dass die Belegschaft angewiesen wurde in einen Bus zu steigen und nach Polen zu fahren oder die Entlassung vom Arbeitsblatt.
00:11:21: Also wir sind hier in der Region eigentlich der letzte verbliebene kunstischer Fensterproduzent, der richtig mit einer modernen Fertigung agiert.
00:11:30: Ihr habt da alle Maschinen?
00:11:31: Ihr habt alles da.
00:11:32: wie viele Fenster?
00:11:34: Wie kann man das sagen pro Jahr?
00:11:35: Oder geht das nach Quadratmeter-Fenster, wie könnte man sagen?
00:11:39: Das kann man eigentlich so genau gar nicht sagen.
00:11:40: Weil manche Fenster haben Sprossen drin und die Frage ist, wenn ich jetzt ganz normale quadratische Fenster habe oder rechteckige Fenster, wo nicht viel Schnickschalk nix dazu ist dann können wir durchaus so vierzigfünfzig Stück pro Tag fertigen.
00:11:57: Böse allein!
00:11:59: Die Fenster selber.
00:12:01: in ihrer Langlebigkeit hat sich das irgendwie verändert, also als vielleicht vor zwanzig Jahren ist das heute wie lange Haltenfenster in der Regel.
00:12:12: Dass sie
00:12:12: immer einen neuesten Standort haben und Wärmedämmung etc.
00:12:15: Ja gut!
00:12:16: Das ist einfach die technische Entwicklung, die konnten wir ja noch nie beeinflussen.
00:12:21: aber ich sage mal Die Fenster, die wir so als erstes eingebaut haben war bei der Bäckerei Laudenbach und da findet eine regelmäßige Wartung statt.
00:12:31: Und die Gummitrichtung ist jetzt noch genauso weich wie damals.
00:12:35: das meine ich halt mit... Das Zubehör entscheidet über die Qualität des Produkts!
00:12:40: Und die Wartungen?
00:12:41: Und die wartungen sind wahrscheinlich gehörte Pflege mit dazu.
00:12:44: Wie siehst du das eigentlich?
00:12:45: dieses Thema der Wartungs- machen das alle Hausbesitzern mit ihren Fenstern Prozentual, was würdest du schätzen?
00:12:52: Boah,
00:12:52: total stiefmütterlich wird das Thema Fenster eigentlich rufen die uns immer erst an wenn es kaputt ist.
00:12:57: Also Wartung gut!
00:12:58: Es gibt Kunden, die legen da drauf wert, die werden dann regelmäßig betreut.
00:13:04: wir haben eine eigene Service Abteilung bei unserem Unternehmen.
00:13:07: Das sind drei Mann und ein Rentner.
00:13:10: Die machen ausschließlich Fenster Reparaturen, Fenstertüren, Rollleiten-Reparaturen.
00:13:17: Die läuft quasi so ein bisschen sehr bereit von unserer Fensterproduktion.
00:13:20: Erklären wir mal Folgendes, also viele sind ja immer an der Idee was sie können durchmachen für ein Geschäft oder wie auch immer um vorwärts zu kommen.
00:13:30: aber ich kann dir sagen als Hausbesitzer mich hat noch nie jemand angerufen und gesagt habe eine Dienstleistung Ich warte ihre Fenster Ihr Dach oder ich warte keine Ahnung was, sondern ich muss immer als Kunde sozusagen anrufen und darum bitten.
00:13:48: das wäre doch eine Chance.
00:13:50: Oder habt ihr alle genug zu tun?
00:13:52: Sagen wir es mal so.
00:13:53: Ich muss sagen, das hatte ich schon immer in meinem Kopf aber irgendwie sind wir eigentlich immer noch hinterher gerannt.
00:13:58: also wir hatten auch so hohe Auslastungen dass ich noch nie eine Klinge putzen musste nach irgendein Auftrag fragen musste weil wir eigentlich Wir hatten immer voll zu tun, dass wir es überhaupt geschafft haben.
00:14:11: Weil das ist so ein großes Credo von uns Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit.
00:14:16: Das spielt für uns eine Riesenrolle.
00:14:18: Und bei uns gab's in den letzten Jahrzehnten noch nie einen Kunden, den wir verhuckt haben – das gibt's bei uns einfach nicht!
00:14:27: Wenn wir Sonntags auf Arbeit gehen müssen... Termin ist Termin.
00:14:30: Aber trotzdem ist das Problem nicht gelöst?
00:14:31: Nein, mit dieser Wartung kann jeder kundet jederzeit bei uns aufrufen.
00:14:35: Also was?
00:14:36: aber?
00:14:36: ja aber dass es hat genau das was ich eigentlich verhindern will.
00:14:39: Ich will eigentlich jemanden der zu mir kommt und sagt Mensch pass auf die Wartungen gibt's da freie Kapazitäten wir machen das für sie und so weiter.
00:14:48: Ich komme auch nicht immer so auf die Idee in meinem Alltag Na wo ich lebe?
00:14:52: Wir machen das definitiv jeden Tag.
00:14:56: Aber erst wenn der Kunde anruft und sagt, könnt ihr mal bei mir die Wartung machen.
00:14:59: Ja wir
00:14:59: haben auch Wartungsverträge.
00:15:01: so ist es nicht.
00:15:01: Wir haben das schon mal angeboten aber die Akzeptanz war einfach nicht da.
00:15:07: Es zeigt einfach die Chance die noch da ist dass es Geschäftsmodelle gibt die immer noch nicht gut genug abgedeckt sind und deswegen ist das eine Chance für junge Leute wo man sagt Mensch was könnte ich dann machen?
00:15:19: okay Wie viele Leute habt ihr jetzt aktuell im Betrieb?
00:15:23: Also wir agieren eigentlich in den letzten Jahren immer so mit zwanzig Mann.
00:15:29: Ich kann nur bestätigen, bei euch läuft das gut und was ihr verspricht haltet ihr auch.
00:15:33: du hast mir mal gesagt eine der schwersten Türen Bei uns hier im Fischerdorf habt ihr damals eingebaut, diese Schiebetür.
00:15:39: Das war ja nicht ganz so einfach.
00:15:41: Es war damals so aber mittlerweile
00:15:44: haben wir eine
00:15:45: größere Kaliber eingegangen.
00:15:46: Ja dann müssen
00:15:47: wir jetzt nochmal neu investieren.
00:15:48: also ich will die schwerste Tür.
00:15:51: Sag mir mal ganz kurz deine zu deinen Werten?
00:15:53: Also du bist ja schon ein außergewöhnlicher Unternehmer auch Mensch wo du vorhin gesagt hast bei dir gibt es immer einen Auf und Ab.
00:16:05: Was war so oder was sind seine Werte, wo du sagst das ist eigentlich kompromisslos bei mir?
00:16:10: Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit.
00:16:11: Das ist eine Sache die mein Opa ich hatte ja Gott sei Dank noch die Möglichkeit meinen Opa kennenzulernen und mit ihm auch einige Zeit zu verbringen Und er hat halt zu mir gesagt fünf Minuten vor der zeit ist es deutschen Gründlichkeit und dass hat sich bei mir so eingeprägt.
00:16:28: Ich weil ich selber als respektlos empfinde wenn ich terminisch verrückt werde und mir eigentlich meine Zeit gestohlen wird.
00:16:37: Und das mag ich einfach nicht, ich will auch niemand anderes die Zeit
00:16:40: stellen.".
00:16:41: Sehr gut!
00:16:41: Was ist so emotional die schwerste Phase deines Lebens?
00:16:45: Können wir da ein bisschen als Unternehmer auch drüber reden?
00:16:48: Weil ich weiß du bist ja auch offen und du stehst da zu den Dingen...
00:16:51: Muss ich tatsächlich sagen, war im Jahr hat es in der Falle in Italien, wo mich ein italienischer Autofahrer über einen Hof gebohnert hat der vor zwei Meter von mir entfernt stand, also das hätte auch ganz anders ausgehen können.
00:17:08: So war es nur das Handgeling, wurde in Italien mein Problem keine Zeugen.
00:17:13: Ich habe jetzt versucht immer noch gerichtlich da meinen Schaden einzuklagen, aber sehr schwierige Sache im trotz europäischen Ausland.
00:17:22: Der Fahrer dort, ich hab das ja mitgekriegt wo ich mit dem Krankenwagen abtransportiert bin, der Polizist hat sich super mit dem Italiener unterhalten Und der Italiener hat gesagt, ich wäre ihm ins Auto gefahren und er ist halt vom Gehweg auf die Straße gefahren.
00:17:37: Er hat mich mit der offenen Scheibe quasi eingefädelt und hat mir ein Lenker quer gedreht und ich war relativ schnell unterwegs.
00:17:44: Da gab es einen heftigen Überschlag und bin aufgewacht in der Stand hier meine Hand in eine vollkommen komische Richtung.
00:17:50: Ich bin dann in Italien ins Krankenhaus gekommen.
00:17:53: Katastrophen, Urwaldschmiede mit gefühlt neunzigjährigem Arzt, den so wahrscheinlich Ferrari-Versprung haben wir noch nach drei Monaten gemacht.
00:18:01: Ohne Betäubung die Hand gerade gekniet, ich habe dann versucht mit Google Übersetzer das irgendwie nach hinzukriegen dass ich ihm zu erklären, dass ich Handwerksmeister bin, dass hier nicht irgendwie ein Luftnummer wird, dass es super werden muss.
00:18:13: und ja hat er dann nach paar Tagen im Italienurlaub am Komo See einen Gips dran.
00:18:18: den hab' ich mir dann erst mal mit meinem Schweizer Taschenmesser so eingekürzt, dass sich den ertragen könnte weil's ging ums Handgelenk und nicht hier um eine halbe Arm.
00:18:28: Ja, also den Urlaub.
00:18:30: Wir sind halt nur noch gewandert.
00:18:32: Fahrradfahren konnte ich nicht mehr und behalte ihn auch mit Nommeltüten und Gummi drum.
00:18:38: Aber der Urlaub war eigentlich gelaufen und dann war ich wieder in Gerra.
00:18:43: Hatte dann eine Nierensteinprobleme und bin mit diesen heftigen Nierenschmerzen frühe ... in das Gerhard-Klinikum gefahren.
00:18:53: Aber
00:18:53: das hat ja nichts mit dem Unfall zu tun?
00:18:54: Das hat damit gar nix zu tun.
00:18:57: Wenn's kommt, dann kommst Dicke!
00:18:58: Deswegen die schlimmste Zeit.
00:19:00: Ja,
00:19:02: ich war immer im Krankenhaus und hab gedacht, wenn du hier bist, dann gucken wir mal ob die das in Italien vernünftig gemacht haben... Und bei dieser Untersuchung dann diesen MRT kam halt raus, dass alle Bänder im Handgeling zerrissen waren.
00:19:16: Also die hatten uns redend zwar nicht noch mal wieder gerichtet aber die ganzen Das Handgelenk, das sind alles kleine Knöchelchen und die wären von Bänder zusammengehalten.
00:19:24: Und die Bänder waren alle zerrissen.
00:19:26: D.h.,
00:19:27: die Hand musste nochmal gewaltseinander gerupft werden, operiert werden?
00:19:32: Ja aber es ist halt nur achtzig Prozent geworden.
00:19:35: Sofkunftsig
00:19:36: Prozent!
00:19:36: Und jetzt bist du Handwerker der natürlich beide Hände braucht.
00:19:39: Was war sie jetzt?
00:19:40: Das war ich so gewohnt.
00:19:41: also eigentlich mein komplettes Geschäftsmodell war immer... Firma, eine Sache aber privat auch Immobilien und selber Sanieren.
00:19:50: Und mit meiner Handwerks-Mentprogramm, mit meinen langjährigen befreundeten Firmen haben wir alte Buddenschönen gemacht und haben dadurch Werte geschaffen.
00:20:01: Und so war es selbst auf das Handwerk mittlerweile kostet dann plötzlich die eigene Arbeitskraft weggefallen sind mir natürlich auch sämtlichste Kosten von meinen geplanten Objekten unter Ohren geflogen.
00:20:14: Du hast ja auch eingangs gesagt, du warst jetzt nicht der, der in die Führung geht und sagt ich mache jetzt Mitarbeiter Gespräche.
00:20:21: Und dies und jenes liegt mir gar nicht.
00:20:22: auch nicht büro sondern du bist derjenige der anpackt.
00:20:26: Wie hast du das jetzt empfunden?
00:20:27: Das konntest du jetzt plötzlich nicht mehr oder?
00:20:29: Ja für mich war es verzweifelt einfach nur weil man dachte eigentlich ist gut was sichert aber... Alleiner diese Berufsunfähigkeitsgeschichte, die hat zweieinhalb Jahre gedauert bis da die Versicherung jetzt endgültig mal gesagt hat wir erkennen diesen Schaden an und ich sage ohne meinen eigenen finanziellen Background.
00:20:52: Und ohne diese Firma im Hintergrund Ich weiß nicht wie das jemand macht der dass alles nicht hat der engz der nimmt sich den Strecken und hängt sich auf.
00:21:01: also das war für mich schon eine sehr schwere Zeit.
00:21:04: Hast du da Hilfe bekommen, also gab es jemand der dir geholfen hat?
00:21:08: Ja
00:21:09: das ist der Tim Haufe und der LVM-Argentur.
00:21:13: Der hat mich von Anfang an voll bei dieser Sache unterstützt, mir immer wieder Mut gemacht hat gesagt, dass wird schon auch mit dem Rechtsanwalt, dem Herrn Drescher die Kommunikationen... Also den Tim bin ich da sehr dankbar!
00:21:27: Und Stefan Dreschner wahrscheinlich auch oder?
00:21:30: Ja, das hat
00:21:32: halt ihr... Also ein Anfärger begreift es ja gar nicht, dass sowas immer so ewig dauert.
00:21:36: Weil bei uns geht um alles ganz schnell.
00:21:38: Wir haben eine Idee im Kopf zeigt, oben klatscht wird gemacht und Gerichte... Ich hab was in die Späche von mir, ich bin ungeduldig einfach!
00:21:50: Und bei solchen Sachen werde ich sehr ungedüldig.
00:21:52: Hab's
00:21:52: da auch Momente wo du aufgeben wollen
00:21:55: willst?
00:21:55: Nein, aufgeben nie weil ...
00:21:58: Aufgeben ist keine Option für einen.
00:21:59: Martin Grütsch.
00:22:00: War bei mir noch nie, noch niemals nicht egal wie schwer es war.
00:22:04: Okay jetzt hast du trotzdem die Hand?
00:22:05: Ist ja nun trotzdem irgendwie beeinträchtigt und so richtig mit Zupacken... Wie früher geht wahrscheinlich nicht!
00:22:12: Dann hast Du jetzt eine Entscheidung getroffen mit der Geschäftsführertätigkeit in Bezug auf... Hat das damit zu tun
00:22:17: gehabt?!
00:22:18: Nicht unbedingt weil mein Plan war eigentlich schon immer als Unternehmer bis Fünfzig und dann nur noch wollen, aber nicht mehr müssen.
00:22:32: Und da ich das Glück habe so der erste Traffer mit Niklas...
00:22:37: ...Niklas dein Sohn?
00:22:38: Niklas mein Sohn, dass das wirklich... Gute
00:22:41: Autofahrer im Übrigen war!
00:22:42: Alles gut, er hat sich so perfekt entwickelt auch in den innerlichen Ehrgeiz.
00:22:47: Er hat Bock auf das Unternehmen, er hat es ja auch schon seit Kindesbein mitgekriegt.
00:22:52: War hier schon als Kindergartenkind in der Firma und so war das halt damals bei mir auch.
00:23:00: Und irgendwie... Ja wie alt ist
00:23:02: denn die Klasse jetzt?
00:23:03: Die Klasse ist jetzt zweiundzwanzig.
00:23:05: Ach du!
00:23:06: Mit zweiund zwanzig!
00:23:07: Hat er was gemacht jetzt?
00:23:09: Der macht jetzt gerade seine Meisterschule.
00:23:11: Er macht quasi jetzt die zwei Teile in Vollzeit im Chemnitz.
00:23:16: Muss jeden danach Chemnits fahren.
00:23:18: Meistens am Wochenende fährt er in die Firma und baut dort Sonderbauelemente, was im Moment kein anderer bei uns kann.
00:23:28: Und ja ist sehr fleißig und kommt auch so gut...
00:23:32: Ist das Geschäft schon eingestiegen?
00:23:33: Ja
00:23:33: hat meine Fünfzig Prozent übernommen.
00:23:35: Mit Zwei, darauf wollte ich ja hinaus!
00:23:38: Also er hat die Verantwortung mit Zweiundzwanzig jetzt schon übernomen, die Fünfzisch Prozent und geht mir deinen Geschäftspartner jetzt in die Zukunft.
00:23:46: Genau, die zwei harmonieren super miteinander.
00:23:48: Das Einzige.
00:23:49: was jetzt ein bisschen in der Firma fehlt das habe ich heute gerade mitgekriegt.
00:23:52: Ich bin ja trotzdem immer mal noch wie du schon sagst wir müssen alle ein bissel nerven und müssen eigentlich die Probleme herausfinden, die man ja im Alltag gar nicht so sieht weil man im Getriebe drin steckt.
00:24:04: aber wenn man halt von außen drauf guckt sieht man Probleme erkennt man Probleme sehr schnell.
00:24:10: Ich war immer so ein bisserl der böse Chef.
00:24:11: Wir hatten so das Ding Guterchef Böserchef.
00:24:14: Also ich musste immer die unpopulären Entscheidungen treffen.
00:24:18: Und der Marian war auch mein Guter.
00:24:20: und weißt du, wenn ich zum Beispiel sonntags meinen eigenen Transporter brauche... ...und ich mach den Sonntag auf und da drin ist eine Müllhalde!
00:24:30: Da krieg' ich schon die erste Krise.
00:24:32: Das kommt natürlich dann auch sofort am Montag früh zur Sprache.
00:24:35: Wenn ihr hier an Freitag diese Christen hinstellt, haben sie gefälligst vernünftig sauber zu sein.
00:24:40: Ihr müsst die Dinger nicht polieren, die müssen nicht werksneu sein Aber nicht mit vollkommen Müll hinten drin.
00:24:46: Und das waren immer so Sachen.
00:24:47: und es gab jetzt eine lange Phase, da musste man eigentlich als Chef ein Knicks vor seinen Mitarbeitern machen die letzten Jahre weil halt wie gesagt der Fachkräftemangel der ist nach wie vor da.
00:25:00: also Arbeitskräfte gibt's genug aber Spezialisten gibts sehr sehr wenige.
00:25:05: Was ist da jetzt deine Aufgabe?
00:25:07: Also aktuell wenn jetzt Dein Junge, die die fünf Prozent übernommen hat und Mai an die anderen fünfzig.
00:25:14: Also du sagst stören was machst du da?
00:25:16: Erstens gucke ich passig noch auf die Finanzen auf.
00:25:19: Und da wir ja auch komplett damals zu dieser Corona Zeit diese ganze Digitalisierungsgeschichte mit dem Homeoffice in allen möglichen Angriff genommen haben habe ich halt meinen kompletten Betrieb auch Zuhause auf meinem Wohnzommertisch wenn nicht mehr mein Laptop auspackt ... habe ich meinen kompletten Betrieb als Übersicht.
00:25:37: Ich sehe da, was gerade produziert wird... ... weil wie groß das Auftragsvolumen gerade ist,... ... welche Angebote aktuell rausgehen.
00:25:44: Ich hab' da schon noch eine optische Kontrolle über die ganze
00:25:47: Firma.".
00:25:48: Was hast du selber also ganz abgegeben?
00:25:50: Hast es dann auch nicht
00:25:52: logisch?".
00:25:52: Ja!
00:25:54: Aber ich muss natürlich, ich möchte natürlich nicht mein zwanzigjähriges Kind verheizen.
00:26:00: Er
00:26:00: kriegt's
00:26:01: schon noch meine Unterstützung.
00:26:03: Ich mach das aber nicht mehr direkt.
00:26:05: Ich werde jetzt keinen Mitarbeiter mehr angehen.
00:26:08: Na
00:26:08: was machst du jetzt, wenn du guckst im Bulli rein?
00:26:10: Ist das dreckig?
00:26:11: Sprichst den Mitarbeiter an oder sprichst sie in der Desension an?
00:26:14: Ich
00:26:14: mache ein Foto, schicke Niklas eine Wurz-App und kümmere dich drum.
00:26:17: Ah okay gut!
00:26:19: Also du bist nicht mehr der böse Scherz, kannst du Niklas machen?
00:26:22: Ja oder keine Ahnung.
00:26:24: Beide teilen sich das jetzt auf.
00:26:26: Sie sind beide sehr, sehr gutmütig.
00:26:28: Das ist ja auch toll.
00:26:30: aber Mitarbeiter... Wenn ein Mitarbeiter pünktlich jeden Monat sein Lohn kriegt und das war, gab es bei uns noch nie, dass da irgendwas geklemmt hat.
00:26:40: Und auch nicht wenig Lohnen.
00:26:42: Dann erwarte ich, dass mit meinen zur Verfügung gestellten Arbeitsmaterialien in den Sorgshang umgegangen wird.
00:26:48: Das ist einfach die
00:26:50: Pflicht
00:26:50: der Arbeit nehmen.
00:26:52: Sag mir mal so ein paar Projekte wo man sagt, das steckt krötsch drin?
00:26:56: Wollt
00:26:57: ihr auch stolz darauf bist, dass du die gemacht hast?
00:27:00: Zweck verbannt jetzt erst vor kurzem das ganze Riesengebäude.
00:27:02: Also ich bin gestern dran vorbeigefahren.
00:27:05: Das ist ein vollkommen neues Haus geworden mit den Fenster und Aero präzise in der Riesen-Klassversatte.
00:27:14: Dein Projekt hier, dann waren wir unten am Bodensee, haben mehrere Mehrfamilienhäusungen.
00:27:21: Der erste Riesenauftrag, wo wir wirklich eine Spedition angerufen haben und dann eine runde Tetris gespielt haben mit Fenster gestellt.
00:27:30: Und dann wurden die halt über Nacht dahin gekart und am nächsten Tag ging es los mit der Wagenkage.
00:27:35: Ihr seid also nicht nur regional unterwegs?
00:27:38: Mit euren Fenstern sondern auch überregional?
00:27:40: Ja mittlerweile deutschlandweit.
00:27:42: Ah
00:27:43: ok ja Wahnsinn!
00:27:44: Also für diese Kundschaft dass da unten am Bruttensieh war von Notdorf Ein Auftrag, der ist hier in Gerra verwurzelt.
00:27:53: Der hat uns irgendwann... Das war auch eine coole Geschichte!
00:27:56: Der kam mit seinem uralten Fatih zu uns ins Büro und kam halt genau mittags um zwölf.
00:28:03: Und bei uns Handwerkern, das war heute schon der Ausnahme von zwölfuhr Urioburgast.
00:28:09: Normalerweise ist es bei mir zwölfe Uhr im Mittag reisen.
00:28:11: Aber da bin ich ja auch gerade ein bisschen weggefallen.
00:28:13: Ich will ja ein bisschen gesunder leben.
00:28:15: Auf alle Fälle gab's da bei uns Kartoffeln und Quark.
00:28:17: Da haben die zwei Wir haben eigentlich zum Verkaufsgespräch und wir haben erst mal was zu essen von uns gekriegt.
00:28:24: Und der Opa hat sich so dermassen gefreut über die Kartoffeln im Quark, weil er das gar nicht mehr kannte.
00:28:30: Das war dann ein leichtes und dieser Auftrag ist gelaufen wie ein Länderspiel.
00:28:34: Wir waren jetzt erst dort zur Wartung komplett das Ding einmal durchwarten, denn er hat von Anfang an darauf bestanden dass wir uns da auch in Zukunft drum kümmern.
00:28:43: Es war eine Bedingung für diesen Auftrag Wirklich weit weg, aber bei so einem Fenster lohnt sich es halt auch mal darunter zu fahren und das mal schnell durchzuwarten.
00:28:54: Und das Ding lief super!
00:28:57: Und seitdem machen wir halt ständig... Wir machen hier zum Beispiel die Therma in Pazolta.
00:29:02: Die wird komplett einmal auf den Frontbesenken neu ausgestattet von uns.
00:29:06: Was fasziniert dich bis heute so am Handwerk Fensterbau?
00:29:10: Ja, die ganz krasse technische Entwicklung.
00:29:13: Ich kenne das ja wirklich als Kind Bei meinem Vater, ich bin ja wirklich nach der Schule öfters auf dem Platz da wo Blick gefahren.
00:29:19: In diese alte Werkstatt rein und Tausend Hobelspielen in tausenden Hobelbänken alles hundert Jahre altes Werkzeug.
00:29:26: Und wenn ich mein oder unseren Betrieb jetzt sehe was da passiert ist in den letzten Jahren mit Hebelhilfe für schwere Scheiben damit die Kinder mir antragen muss eine Maschine, die ihren Auftrag aus dem Computer runtergeschickt kriegt.
00:29:44: Wo die Maschine weiß, wo jedes Loch jede Bohrung, jede Schraube hin muss... Also das ist schon Wahnsinn und hätte ich auch nicht erwartet dass wir jemals an so einen Punkt kommen.
00:29:53: also das war zwar ein Wunsch aber Das hat sich irgendwie nach und nach so ergeben.
00:30:00: Wie habt ihr diese Wege gemacht?
00:30:01: Bist du da zu Messen gefahren, war da Marjan dort oder wie?
00:30:05: Wir haben diesen Fortschritt nach vorn getragen weil viele fragen sich ja, wie kann ich mich weiterentwickeln?
00:30:10: was war euer Weg?
00:30:11: Wir fahren alle zwei Jahre zur Fensterbau-Messer nach Nürnberg.
00:30:16: Die ist die größte Fensterbauleitmesser weltweit Und diese Messe besuche ich eigentlich seit meiner Ausbildung alle zwei jahre regelmäßig.
00:30:25: Manchmal versucht als Team komplett zu schaffen, dass wir mit der kompletten Firma mit dem gemieteten Reisepost dahin gefahren sind.
00:30:30: Und dieses Jahr hat es auftragsmäßig nicht gepasst, das wir alle fahren könnten weil wir einfach zu viele Termine hatten.
00:30:39: Da sind wir nur in einer kleineren Delegation gefahren aber selbst da wieder neue Sachen mitgenommen die jetzt auch Stück für Stück umgesetzt werden.
00:30:47: Das wird jetzt als nächstes passieren.
00:30:49: ein digitales Aufmaß der Aufmesser komplett von der Software durchgefragt wird und nichts mehr vergessen werden kann.
00:30:58: Also er muss alle Hexen, Kreuzchen machen und kann natürlich dann auch nichts vergessen bei der Bestellung.
00:31:03: und somit ist eigentlich aus dem mobilen Aufmaß ergibt sich gleichzeitig eine Montageplanung.
00:31:10: also die Monteure kriegen das dann auch digital aufs Tablet und so entwickelt sich das halt Jahr für Jahr weiter.
00:31:16: Aber man merkt trotzdem ihr seid weiterhin am Zahn der Zeit.
00:31:21: Das war auch meine Frage, was sind so die aktuellen Herausforderungen?
00:31:25: Aber du hast es eigentlich schon fast beantwortet.
00:31:27: Digitales Aufmaß klingt ja super.
00:31:30: Funktiert.
00:31:31: wie ist mit Robotik?
00:31:32: das ist ja auch jetzt etwas, was jetzt kommt.
00:31:34: Habt ihr das auch auf dem Schirm?
00:31:36: Die Robotik ist bei uns eigentlich schon im Unternehmen drin.
00:31:41: Zwar steht ein Roboter in Menschenform der da irgendeine Maschine bedient aber die Maschinen sind ja eigentlich schon Robotikmaschinen.
00:31:50: Die sehen zwar nicht aus wie ein Roboter, aber der Mitarbeiter muss eigentlich nur noch einen QR-Code scanen und dann weiß die Maschine was mit diesen Fenster passiert.
00:31:59: Als nächstes!
00:31:59: Aber ich meine ja auch so klar.
00:32:01: die Herstellung.
00:32:02: Robotik ist klar das sind ja deine Maschinen, aber... Der Einbau der Fenster?
00:32:08: Wie weit gibt's da schon irgendwie wenn du auf Messe bist oder... Wow guck mal!
00:32:13: Da muss ich... Man
00:32:13: sieht ja jetzt momentan auch überall so bisschen diese Robotik im Form.
00:32:18: Ich war ein bisschen enttäuscht.
00:32:19: Ich habe eigentlich erwartet, dass ich so ... Es waren zwar solche Roboter da aber das waren alles nur dumme Roboter.
00:32:25: die konnten einfach nur ein bissel hin und her laufen und ein bissell Boxgampf machen und springen.
00:32:30: Aber keiner der jetzt eine sinnvolle Tätigkeit übernimmt Da muss ich glaube ich auf einer Messe nach China.
00:32:35: Aber glaubst du, dass es kommt?
00:32:37: Ach definitiv.
00:32:38: Also ich verfolgt dieses Thema.
00:32:40: Robotik Und KI.
00:32:42: ja Ja, steinde ich und interessiere mich da auch sehr für diese chinesischen Geschichten.
00:32:50: Und was die da mittlerweile auf die Beine stellen mit vollautomatischem Liefer-Drohen und Tralalah, das sind wir ja im Mund noch auf dem Mond.
00:32:59: Schön wär's wenn man auf den Mund wäre in meinem
00:33:03: Hintermund!
00:33:04: Welche aktuellen Herausforderungen siehst du gerade jetzt?
00:33:09: Ich sage mal für euren Betrieb aber auch allgemein wird Das Handwerk.
00:33:16: Was siehst du da aktuell für Herausforderungen?
00:33:19: Also meine größten Soganfalten treiben mir tatsächlich die Materialkosten, Explosionen.
00:33:29: Teilweise ist es eine so krasse Preiserhöhung.
00:33:31: Da kriegt man halt mal eine E-Mail.
00:33:34: ab Mai gibt's ein Prozent Zuschlag auf das und das Produkt wo ich mit denke mein Hang.
00:33:40: jetzt haben die damals irgendeinen scheiß Kanal zugemacht und da gibt es gleich siebzen Prozent obendrauf.
00:33:48: Das macht mir schon ein bisschen Bedenken.
00:33:53: mehr als Fachkräfte, also wie sieht's da aus?
00:33:56: Gott sei Dank haben wir jahrelang schon kein wirkliches Fachkräfteproblem.
00:34:00: Also wir haben ja Teilhäuser auch fünf Azubis am Stück ausgebildet.
00:34:04: liegt
00:34:04: das an der Sexy-Ness eures Betriebes, dass ihr ja auch sehr modern aufgestellt seid und nicht einfach jetzt?
00:34:10: Ich denke mal, dass die Mitarbeiter, die bei uns arbeiten sich wohlfühlen.
00:34:16: Das ist gut!
00:34:18: War uns auch immer wichtig... Du kannst mich hier auch mal besuchen.
00:34:21: und wir haben ja alles komplett neu gestaltet mit neuen Aufenthaltsraumen.
00:34:25: Ihr habt doch hinten jetzt noch einmal in letzter Zeit gebaut?
00:34:28: Was habt ihr dann da angemacht?
00:34:29: Riesen, Achtamot, Quadratmeter, Firmen, Neubau.
00:34:33: Lago oder was ist das?
00:34:34: Nee, das ist oben eine komplett neue Büroetage also moderne luftige Büros mit einem neuen Ausstellungsraum, mit einem komplett neuen Aufenthaltsraum und einer riesengroßen Dachterrasse.
00:34:46: Und die sozialen Räume sind nun nicht fertig – ich musste abbrechen weil mir die Kosten aus dem Ruder gelaufen sind.
00:34:53: Ja, am Anfang war ich mal bei siebenhunderttausend Euro aber da habe ich noch nicht mit diesen krassen Bauvorschriften gerechnet.
00:35:03: Ich dachte, ein bisschen Holzbude baust du eigentlich für dran.
00:35:06: Fünfzigtausend ist siebenhundertfünfzig tausend.
00:35:08: Das war schon mit doppelten Puffer für mich.
00:35:10: aber wo es dann los ging die Bodenplatte funktioniert so nicht.
00:35:16: wir müssen hier noch einen Bodengutachten machen und das noch und noch mehr Stahl rein und noch einen riesen Stahlgerüst unten Prüfstadik.
00:35:25: ich habe gedacht Alter das rechne ich auf dem Taschenrechner alles wie der Stadeck sein muss Und was da alles für mit Baumfall, Herriken, Erdbeben.
00:35:35: Was alles in Zukunft passieren könnte und somit sind die Kosten dann von sieben hundert tausend auf eins, vier Millionen explodiert?
00:35:43: Und deswegen muss sich dann gewisse Ausstattungs Details, die ich geplant habe zurückstellen und sagen wir machen das Stück für Stück.
00:35:52: Siehst du
00:35:52: das auch als Herausforderung oder vielleicht sogar als Problem?
00:35:56: die Bürokratie
00:35:57: definitiv.
00:35:58: Also ich bin mir vollkommen sicher, dass man zwei Dritteln von diesen ganzen Zeug ersatzlos in die Mülltonne schmeißen kann.
00:36:08: Ich nenne dir ein Beispiel, seitdem wir jetzt diesen Neubau hatten hatte ich gefühlt jedes Bundesamt was es in Deutschland gibt bei mir zur Kontrolle in der Firma.
00:36:18: Ich war eigentlich ausschließlich mit solchen Sachen beschäftigt und da gab's Alu-Leiter, da war eine ganz mini kleine Dille weil die mal irgendwo angeschrampt wurden ist.
00:36:28: Da hat dieser Leiternkontrolleur mir gesagt dass ich diese Leiter entsorgen soll.
00:36:33: Da habe ich mich mit meinen Hundertzwölf Kilo auf unsere Sprosse gestellt und bin mit dieser Leiter durch die Weltstadt geholfen und hab gesagt wo ist denn hier mit diesen Leidernproblemen?
00:36:43: Ich muss sogar für jede Leiter ein Leiderkontrollbuch machen und da hat es bei mir dann komplett abgeschaltet.
00:36:51: Gehen Sie?
00:36:52: Bitte meine Firma verlassen und vorher bitte anmelden, bei mir wird es nie wieder eine freiwillige Führung geben.
00:36:59: Und ich habe mich zum Teil auch mit einer Dame angelegt vom Bundesamt für Verbraucherschutz, weil die ist so... Ich hab eigentlich gedacht, ich habe einen geilen modernen Betrieb und habe sie vollkommen selbstbewusst durch meine Firma geführt.
00:37:11: Dann kam am nächsten Tag ein Protokoll wo ich mich erst mal hinsetzen musste Schnolli-Polin, neuer Kompassor brauche ich einen TÜVgutachten.
00:37:22: Neuen Kompasser von der Firma Kirser muss vom TÜv noch mal extra kontrolliert werden.
00:37:26: aber der TÜF kann das Ding nicht einfach so kontrollieren.
00:37:28: da muss sich noch eine Druckluftfirma bestellen die das Ding vorher auseinander nimmt und da sind sie für mich solche Schwachsinnfuhrschriften wo ich denke jedes Elektrogerät was ein Stecker hat Mike das müsstest du glaube ich auch machen als wir
00:37:39: nehmen.
00:37:40: dann muss das muss einmal im Jahr geprüft werden.
00:37:43: wer macht denn das?
00:37:44: Oder wer macht den das freiwillig?
00:37:46: Aber da könnte man noch einiges aufzählen.
00:37:50: Wir wollen ja nicht zu viel meckern.
00:37:53: Sag mir mal, wo siehst du denn deinen Unternehmen selber?
00:37:56: Also ich sehe es immer noch als deinem Unternehmen.
00:37:58: Klar gehören mehr dazu.
00:38:01: aber was ist das in den nächsten zehn Jahren?
00:38:03: gibt's da noch große Pläne?
00:38:04: oder bremst dich jetzt selber auch diese Thematik die du jetzt gerade genannt hast die ja auch sehr frustrierend sein können?
00:38:12: Bremst dich das aus?
00:38:13: Oder sagst du, ne wir gucken nach vorne.
00:38:17: Da kommt noch meine große Entwicklung.
00:38:19: Wir gucken definitiv nach vorne!
00:38:20: Wir haben ja eigentlich in einer wo die ganze Bauwirtschaft schon geschrien hat Hier stirbt die Bauindustrie hier stirbt alles Haben wir ja der größte Mega Investitionen der Firmengeschichte auf der Beine gestellt Und wir haben eigentlich in einem von anderen herbeigeredeten Krisen ... voll nach vorne investiert, also wir sind sehr schlagkräftig.
00:38:45: Wir haben in der Werkstatt arbeiten bei uns normalerweise... ... vier fünf Leute.
00:38:51: Ich könnte aber auch statt der vier fünf Leuten da zwanzig Leute ringstellen wenn wird das entsprechende Auftragsvolumen.
00:38:58: die Maschintechnik gibt es her.
00:38:59: Das einzige was uns jetzt noch gefehlt hat weil das ging ja pö a pös kam die erste Maschine Die ist zehn Jahre durchgelaufen, hat uns schon suchein Mehrwert beschert.
00:39:12: Dass ich danach Lust gehabt habe diese folge Maschine auch noch von der Handarbeit zu befreien und wir haben so einen maximalen Ausstoß da.
00:39:22: was uns als nächstes gefehlt hat war der Platz und den haben wir jetzt geschaffen.
00:39:26: Das richten wir jetzt so nach und nach.
00:39:28: ein paar kleine Umbauten muss man noch machen.
00:39:30: erholt
00:39:30: sich das aktuell wieder gerade des geschehenes Baugeschehen?
00:39:35: Also bei euch
00:39:36: hört
00:39:37: sie.
00:39:37: Wir hatten diese Krise leider noch nicht, also was hieß die Leider?
00:39:41: Wir haben das überhaupt noch nicht gespürt.
00:39:42: Ich warte ja immer noch drauf...
00:39:44: Aber sagen wir mal woran es liegt.
00:39:45: Woran liegt das?
00:39:46: Diese Krise
00:39:48: oder dass ihr sie nicht habt!
00:39:50: Weil wir glaube ich irgendwo den Markt beobachten und wo das losging mit dieser Einfaminaus, wo der Bau da weggebrochen ist, haben wir uns halt auf andere Sachen auf die Sanierung gestürzt Und da sind wieder aktiver geworden.
00:40:07: Das ist ganz komisch, wir haben ein Jahr vollkommen nur Riesenprojekte und nur ein kleines bisschen privat gebimmeld dazu... ...und jetzt aktuell ist es gut gemixt also viel öffentlich.
00:40:20: die Wohnungsbau-Gesellschaft Union unterstützt uns sehr.
00:40:23: die Glück auf.
00:40:24: mit denen arbeiten wir zusammen.
00:40:25: das Weidenkarrier haben wir zum Beispiel gemacht dass die Polnier immer noch weiter Wissen auch was er an uns haben, weil wie gesagt du hast ja selber schon gemerkt.
00:40:35: Da reicht der Anruf und meistens ist es am selben Tag noch jemand da wenn's ein Problem gibt.
00:40:39: Wie schätze so das Handwerk gesellschaftlich in Deutschland?
00:40:45: Wie schätzt ihr es aktuell ein?
00:40:46: Denke mal Jero hat denn lange nicht das ansehen.
00:40:52: aber ich kann eigentlich jeden Jugendlichen nur raten der kein Bock hat auf Studium oder sich am Handwerk zu qualifizieren, weil ich denke die zukünftigen Porsche-Fahrer werden Handwerker sein.
00:41:08: Martin, ich finde das ein sehr gutem fast schon Abschlusssatz!
00:41:13: Was würdest du dir noch selber wünschen für dich zum Schluss?
00:41:18: Ich will mich jetzt... Machen
00:41:18: Schlusswort, machen Schlusswort!
00:41:19: Ah,
00:41:20: deswegen wirklich auch dieser Cut, ich möchte mich jetzt mehr um meine Gesundheit gewonnen, weil das habe ich wirklich jahrelang ein bisschen... Wirklich ein bisschen auf den Rit, auf der Rasierklingel.
00:41:31: Das möchte ich jetzt ein bisschen anders gestalten.
00:41:34: Ich stelle mir auch keinen Weg mehr und wenn ich aufwache, wachere ich auf.
00:41:37: Meistens gehen meine Augen sechs Uhr oder so auf... ...und dann hab' ich auch keinen Bock mehr herunzulegen.
00:41:41: Dann muss ich auch irgendwas tun.
00:41:44: Aber ja!
00:41:45: Also ich erleb' dich jetzt.
00:41:46: wieviel Kilo hast du jetzt?
00:41:48: Ich habe hundert zwölf.
00:41:49: Und wenn ich jetzt in einem Jahr nochmal mit dir einen Podcast mache und du auch okay bist du dann...?
00:41:54: Ich möchte definitiv unter die Hundert.
00:41:57: Das ist mein... Begleitet
00:41:59: dich jemand?
00:42:00: Nein, das werde ich dir jetzt im Anschluss fragen.
00:42:01: Ich habe das ja beobachtet in deinen Fastenkuh und das will ich auf alle Fälle mal wissen weil das habe ich mir schon immer vorgenommen aber noch nie die Zeit dafür gefunden.
00:42:09: Und ansonsten
00:42:10: können wir uns danach unterhalten.
00:42:14: Lieber Martin also sehr, sehr interessant.
00:42:16: Darf
00:42:16: ich dir noch eine ganz krasse Geschichte erzählen wie ich überhaupt... Also bei mir gab es von Kindesbein an kein Geld für nichts.
00:42:28: Also wenn ich Geld haben wollte für Rummel oder was weiß ich, musste ich immer irgendwas dafür tun.
00:42:33: Das hat mit Zeitungsaustragen angefangen.
00:42:35: Ich hatte ein absolutes Schrottgebiet Schloss Osterstein hoch.
00:42:38: Das habe ich auch nicht sehr lange gemacht aber irgendwann bin ich auf die... also vorher war das noch, wenn ich meinen Vater im Platz Rheubik besucht habe, da stand er aus Interhotel und da waren sehr tolle westliche Autos immer da wohnen.
00:42:55: Und da hab' ich als Kind Autoscheiben geputzt und habe meistens dafür Weskel bekommen.
00:43:02: Geh, als Kind!
00:43:03: Clever!
00:43:04: Und dort hab ich dann zur Wendezeit auch einen Unternehmer kennengelernt der dem hat das so imponiert dass da so ein Wanst mit einem Wischeimer und den Dings eine Autoschreibung saubergut.
00:43:17: er hat Kürbe, Kurbwaren auf dem Markt verkauft und das war eigentlich mein erster richtiger Job Mir gesagt, wann ich wo da zu sein habe und somit hab' ich den Marktstand aus dem LKW alles raus aufgebaut.
00:43:33: Auf einem Marktstand Und wenn der Feierabend gemacht hat, dann ist wieder ein Lkw rein.
00:43:38: Du
00:43:38: warst ja zehn Jahre alt damit oder?
00:43:40: Da war ich ungefähr zehn Jahre.
00:43:43: So hab' Ich mein erstes Kind verdient.
00:43:45: Stark Also klasse Klasse Story
00:43:49: Und das ging aber auch weiter.
00:43:50: Ich war nicht immer in der Krütsch-Fensterbau, ich bin nach der Lehre war zweitausend zu einer sauren Gurkenzeit.
00:43:55: Da habe ich zu meinem Vater gesagt wir entlassen jetzt hier keine guten Mitarbeitern.
00:44:00: Ich bin zwar nicht auf den Walz gegangen, aber ich hab mir einfach einen Transporter geschneppt und dann eine zweite Ebene in den Transporter reingebaut.
00:44:08: Ich habe ihn an Tegernsee abends geparkt.
00:44:12: Also ich habe am Tegersieh unten gearbeitet, wurde für eine Drogenbaufirma gearbeitet natürlich Als Osino die Schrottarbeiten, das was kein Westdeutscher machen wollte.
00:44:20: Also war mir egal es war so fürstlich bezahlt.
00:44:22: und dann abends... Das war wie ein Wohnmobil-Stellplatz mit Waschbecken, Toilette.
00:44:27: und ich bin abends in den Tegernsee gesprungen, hab mich gewaschen, hab' mich in meinen Transport reingelegt.
00:44:32: Das habe ich genau von Montag bis Donnerstag gemacht.
00:44:35: also...
00:44:35: Um euren Betrieb zu entlasten?
00:44:37: Nein um mein eigenen Lebensunterhang
00:44:39: zu beantworten.
00:44:40: Naja klar!
00:44:40: Ja und keine Anzündung.
00:44:42: Genau, keine Einworterung.
00:44:43: Genau.
00:44:44: Und dort habe ich so viel Geld verdient, dass mir die vier Tage pro Woche vollkommen gereicht haben.
00:44:49: und Freitag bin ich ja zur Meisterschule nach Zölln-Rodern gefahren und Samstag auch zur Meisterschule nach Zuölln Rodernen.
00:44:56: Und am Sonntag habe ich meine eigenes Rösschen gebaut wo ich jetzt noch drin lebe oder angefangen zu bauen.
00:45:03: Ich hab das ging wirklich erst was fertig war, war es Schlafzimmel dann kam im Bad dazu, dann irgendwann den Wohnzimmer dann irgendwann konnte ich mich in der Küche leisten also über die ganzen Jahre.
00:45:15: Dann mache ich trotzdem noch eine Frage privat bis verheiratet?
00:45:20: Nee, im Moment bin ich noch zu haben!
00:45:24: Dann starten wir hier an der Stelle.
00:45:26: jetzt zum Schluss den Aufruf Martin ist noch zu hapen.
00:45:31: gibt es irgendwas was du vielleicht dieser Frauenwelt mitgeben willst?
00:45:36: Die muss sehr viel Urlaub mit mir machen können.
00:45:40: Ich
00:45:40: glaube, da kriegst du bestimmt einige Angebote!
00:45:43: Also wir kriegen das hin.
00:45:45: in diesem Sinne lieber Martin.
00:45:46: also erst mal vielen Dank dass Du da warst.
00:45:48: ich glaube das ist auch nochmal Teil zwei da weil ich will wissen wie sich das entwickelt gerade auch mit deiner Gesundheit und es war ein sehr spannendes Gespräch.
00:45:59: danke dass du da war und alles Gute für deine zukünftigen Ziele.
00:46:03: Ich bedanke mich auch sehr.
00:46:04: Es war ein toller erster Podcast in meinem Leben und ja, ich war früher aufgeregt dort...
00:46:11: Hat man dir nicht angemeldet?
00:46:12: Man muss nicht aufgereght sein!
00:46:13: Das ist toll hier bei dir.
00:46:15: Danke, tschau-tschau.
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